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FAEBorhood Vienna City Gathering 2017 – Report („Lazy Life“ Gathering)

I had a dream!

Ich hatte den Traum – ein Faerie Gathering in Wien zu veranstalten – und ich hörte dabei nur auf mein Herz – nicht auf meinen Verstand! Denn der Verstand hätte mir gesagt, das ist völlig absurd, in Wien so etwas zu kreieren, in einer der unfeenhaftesten Städte Europas, die vor allem von ihren Klischees und ihrer Schönheit lebt, wo noch immer nichts Neues eine wirkliche Chance hat dauerhaft zu gedeihen, wo die Leute zu nichts zu bewegen sind, außer zu Altgewohntem oder zu populistischen Führerfiguren, denen die Massen nachwievor zulaufen, wo man entweder ignoriert oder nieder gemacht wird, wo viele nur in geheimen und abgegrenzten Flächen ihre Freiheit leben können und sie von Persönlichkeitseinschränkungen vor allem am Arbeitsplatz umgeben sind.

I had a dream – ein Experiment, etwas völlig Neues zu wagen, ein spontanes Treffen auszurufen, wo sich die Feen da und dort begegnen würden, um gemeinsam ihren Spirit auszuleben, gemeinsam glücklich und eine Familie zu sein, und vor allem die Stadt nicht nur mit Gay Kommerz und Gay Mainstream überrollen zu lassen, sondern auch die Chance zu geben, Gay Spirit zu erleben und zwar einen solchen, wie ich ihn durch die Radical Faeries kenne, an meinem Heimatort immer herbei ersehnt habe, nämlich ein Bewußtsein aller Queeren, für einander da zu sein, das Bedürfnis der Feen, einander das zu geben, was du sonst nicht in dieser Stadt bekommst, einfach einander Solidarität und Empathie zu zeigen. Sind diese Werte der Feen in Wien auch anderen wichtig oder werden sie nach wie vor von Vorurteilen überlagert? Nehmen die anderen dies und uns überhaupt wahr? Haben wir hier überhaupt revolutionäres Potential – heißt, regen wir zum Umdenken an? Können wir uns von unserem gängigen Leben losreißen, wollen wir uns hier überhaupt mit anderen Gleichgesinnten treffen – wollen wir diese einmalige Chance eines geschützten Raumes in Wien wahrnehmen? Ich machte mir nicht viele Gedanken, ob dies funktionieren würde, – ich hatte einfach das Vertrauen, dass es gelingen könnte, denn mein Herz hielt mich nicht davon ab und sagte mir, es ist OK, dass du das machst. Es spielen so viele positive Faktoren gerade in dieser Woche zusammen, du würdest dir dein Leben lang nicht verzeihen, es nicht einmal versucht zu haben: Wir hatten ein wahres kleines Märchenland – eine sonnige Oase mitten in der Stadt zu Verfügung – 3 S-Bahn Stationen von Wien Mitte entfernt. Wir hatten einen Feiertag und das Festival Queer*Utopia, wir hatten die Vienna Pride und die Regenbogenparade, den Lifeball, die Wiener Festwochen und das queere Filmfest Identities. Ich dachte, das würde sich alles irgendwie perfekt ergänzen, aber im Endeffekt fand doch zuviel Queeres in Wien innerhalb von einer Woche statt. Der erste Call war noch voller Klischees über Wien, die viele Feen aus der ganzen Welt nach Wien locken sollten – das hat nicht funktioniert. Mit dem zweiten Call sprach ich alles an, was sich Feen von einem Treffen idealerweise wünschen. Ich wollte meinem Land einmal diesen Spirit vermitteln, worum es uns eigentlich geht und dieses Bewusstsein sollte sich für immer in der österreichischen LGBTI Szene und darüber hinaus heilend verankern, denn dieser Call wurde auch von den Veranstaltern der Viennapride und Stonewall öffentlich auf Facebook übernommen und leuchtete dort dankenswerterweise für eine Woche, sodass es auch jeder lesen konnte. Ich war immer für völlige Informationstransparenz und gegen die Abschottung der Faerie Tribes nach innen und außen, soweit es nicht die persönlichen Daten betraf. Nur dann erlebe ich die Einheit der Menschheit und der Lebewesen und dass die Feen untereinander gleichberechtigt sind und habe nicht das Gefühl, man wolle immer etwas voreinander verbergen. Es hat mich zwar einige Überzeugungsarbeit bei den Veranstaltern gekostet bis sie uns aufnahmen, aber zu guter Letzt konnte dann jeder, der mit offenen neugierigen Sinnen durch die Welt geht, uns geistig aufnehmen und seinen Horizont erweitern. Diese Tatsache allein hat in mir die Überzeugung geweckt, dass dies alles nicht umsonst war, denn wie schon Marina Abramovic in ihrer inspirierenden Autobiographie sagte, das Wichtigste ist, die Bewusstseinsebene zu schaffen für das worum es uns und bei diesem Gathering ging. Ich wollte nicht mehr nur die Feen von diesem Gathering überzeugen, sondern vor allem der Welt die andere Seite des Gay Spirits nahe bringen, so wie sie radikale Feen zelebrieren, nämlich die queere Geschichte von der Urzeit bis in die Zukunft, angefangen, so wie wir veranlagt geboren sind, über die Gegenwart, wo wir nicht weiterkommen, wenn sich jeder nur in seiner persönlichen (Medien-) Blase zurückzieht und wir unser Herz nicht gegenseitig öffnen und unsere Verletzungen weiter mit uns herumtragen, bis in die Zukunft, in der wir uns alle eigentlich eine fa(e)belhafte Welt wünschen, ohne Diskriminierung, Verstecken müssen und Gewalt, wo jeder den lieben darf, den er/sie will – aber davon sind wir auf dieser Welt noch weit entfernt. Auch Faeries sind in Österreich eine unterdrückte Minderheit und vielen ist das auch egal. Sie sehen die Notwendigkeit nicht, sich nach außen hin zu engagieren und leider auch zu wenig füreinander. Die Not zur Wende haben viele hier nicht, denn ein radikales Umdenken, das in eine Engagement und wirkliches Handeln mündet, das gibt es kaum in Österreich. Da sind uns viele Länder voraus. Aber trotz dieses Bewusstseins blieb ganz bei mir und ließ mich nicht abschrecken dieses Gathering auszurufen. Ich hörte den Ruf meiner queeren Vorfahren es zu wagen, denn mein natürlicher Vater hätte alles dazu getan, mich davon abzubringen. Und daher war ich dankbar und froh, dass die Self Sightseeing Company meinen Vorschlag eines 7-tägigen Treffens mit 4 Tagen am Sonnenland akzeptierte und nachdem Mama Pixie mir zugesagt hatte zu kommen, war mir klar, dass ich es machen musste. Welch eine Chance für Wien und die Feen in ganz Mitteleuropa! Einen Dämpfer gab es nur aus den eigenen Reihen, denn keiner der hier lebenden Freunde war bereit, für einige Tage andere bei sich übernachten zu lassen. ..und so war unser Flat mit 6 Feen sehr eng besetzt und fungierte gleichzeitig als Drehscheibe.

Schon bevor das Gathering offiziell startete, trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag zu einem Pre-Gathering Picknick im Burggarten nahe dem Schmetterlingshaus. Dieser Sonnenschein sollte uns die ganze Woche in Wien begleiten. Der Sinn des FAEB*Vienna Gatherings war es – so wie ich es schon ein Jahr zuvor beim Faeborhood Gathering in Portland verstanden hatte, dass wir uns jeden Tag am späten Nachmittag zu einem oder zwei Events in der Stadt treffen und tagsüber freie Zeit füreinander zur Verfügung haben. Auch das freie Wohnen bei Freunden sollte möglich sein und auf gegenseitigem Beistehen beruhen.

Am Montag startete dann das Gathering mit einer einfachen Eröffnungszeremonie, die sich Red Rose ausgedacht hatte. Eine wunderbare Idee, wir sollten jeweils drei Stationen im Sonnenland im Tempelbereich abgehen und bei jeder Station unsere Intentionen, Visionen und Wünsche für uns selbst, das Gathering und die Welt auf einen Wunschzettel schreiben und diesen am Ende beim Baum der Visionen aufhängen. Ich wünschte mir für mich vor allem Schönheit und Gesundheit, für’s Gathering, dass Wien endlich die Botschaft empfangen und verstehen würde, worum es hier und uns geht; und für die Welt, natürlich, dass sie zu einem Umdenken kommen und endlich fabelhaft werden würde, zumindest sollten wir es wenigstens versuchen. 7 Feen fanden sich für die Zeremonie ein. Das war nicht viel, aber immerhin genug, um diesen Spirit in uns für eine kurze Zeit zu erzeugen. Theoklymenos sagte einen Satz, der mich tröstete und den ich mir zu Herzen nahm: „Auch wenn nicht so viele gekommen sind, dann soll es eben so sein.“ Ich fand es zwar schade, aber ich musste es akzeptieren. Und als am nächsten Tag nur noch zwei Feen gekommen waren und der geplante Heart Circle sogar entfallen musste, dachte ich mir, dass dies schon eine tiefere Bedeutung haben würde und andere Möglichkeiten erschließen würde. Ich verstand es zwar nicht, warum nicht mehr Feen in dieses einzigartige, zauberhafte, märchenhafte Sonnenland gekommen waren, wo sich doch die das Land Betreuenden so viel Mühe gegeben haben, eine faszinierende Landschaft herzuzaubern, in der  man in einem goldenen Wohnwagen abchillen konnte, in Badewannen unter Bäumen in Glitter-Wasser baden konnte, mehrere Altäre zur Kontemplation warteten, eine Rutsche, Blumengärten, Pflanzen aller Farben und ein Igel lebten, der sich auch manchmal aus seinem Versteck herauswagte, um am Red Carpet zwischen den Tempeln und der Veranstaltungswiese demonstrativ genau inmitten der 76 Modellbüsten sich platzierte und das Treiben um sich herum verschmitzt beobachtete. Da nun also der Heart Circle vorerst nicht stattfand, blieb genug Zeit sich auch mit anderen sich am Sonnenland aufhaltenden Menschen zu unterhalten, die bisher mit den Faeries oder deren Spirit nichts am Hut hatten. Und so war dieser Tag neben der Entspannung im prachtvoll aufgebauten Zelt auch der Konversation mit alternativen Wesen gewidmet – wie sie uns sahen und wahrnahmen. Da gab es etwa eine Gruppe von Queeren aus verschiedenen Ländern, die über die Diskriminierung am Arbeitsplatz diskutierte, und die durchaus auch an unseren Ideen interessiert waren. Wir sprachen mit einer transsexuellen Künstlerin, die sich durch einen Ausdruck, den ich im Call verwendete, nämlich „das Herz öffnen“ total von dieser Gruppe abgestoßen fühlte. Sie meinte nämlich, wenn sie ihr Herz öffnen würde, das könne sie keinem antun, denn dann würde sie uns die Zeit versauen und bevor sie das zuließe, würde sie eher total blockieren. Sie wolle lieber ihre hart erkämpfte und gefundene Harmonie mit sich völlig unabhängig von irgendeiner Gruppe leben. Ich meinte zwar, dass sie uns da doch missverstehen würde, wir wollten niemand bekehren oder zwangsöffnen, aber eine weitere Diskussion mit ihr war nicht mehr möglich. Es war es einfach interessant zu erleben, was sich bei dieser Schnittstelle zwischen Feen- und Außenwelt so ereignete. So war dies einmal ein Aspekt, der mir bei einem Gathering völlig neu war, nämlich alles von der anderen Seite zu hören und zu erleben, wie jemand ehrlich über uns dachte, Ich war froh, dass dies keine oberflächliche Bewunderung war, der keine Taten folgten, – auch das gehört dazu. Als sie dann bei einer späteren Diskussion über ihr Leben und die viele Gewalt erzählte, die durchlebten psychischen und physischen Vergewaltigungen, die sie als Trans-Person in der Öffentlichkeit erlebte, so verstand ich, dass sie sich mit einem Schutzpanzer umgab, den sie auch vor den Faeries glaubte nicht ablegen zu können. Ihr begreiflich zu machen, dass sie gerade bei Faeries trotzdem ihr wahres selbst leben kann, dafür war es einfach zu früh. Wien ist eine Stadt, wo man sein wahres Herz nicht öffnen kann, denn entweder kommt eine Mördergrube zum Vorschein, an der Sigmund Freud schon seine Freude hatte, oder man schämt sich seiner Gefühle, weil man immer damit rechnen muss, dass positive Gefühle entweder verspottet, oder nicht für wahr gehalten werden. Wer hier positive Gefühle zulässt, der wird verdächtigt, diese nur zu spielen oder sie von oben herab vorzuschreiben. Vom generellen Verständnis, welche heilende Wirkung etwa ein Heart Circle haben kann, ist man in Wien weit entfernt. Man schimpft lieber auf alles Fremde, als alles Andersartige in sich oder beim anderen einmal zuzulassen. Einfach mal loslassen, das geht in sozialistischen Wien noch immer nicht. Dass über Querdenkern und Regeln- und Normen-Infrage-Steller weiterhin das Damoklesschwert des Abgestoßen-Werdens hängt, davon erzählte mir ein junger gepiercter Typ, der sich eigentlich als Frau fühlt, die Frauen liebt – also als Lesbe, aber in einem Machoberuf tätig ist. Er war jedenfalls begeistert von unserer Idee der Möglichkeit einer anderen Welt und ließ sich gleich in unserer Facebook Gruppe aufnehmen. Wir trafen interessante Typen im Sonnenland und das allein machte unser Treffen hier schon sinnvoll.

Am nächsten Tag kamen mehrere Feen ins Sonnenland zum Klangschalenworkshop mit Freedom und erstmals stellte sich so etwas wie ein Gathering Feeling ein. Ganz von Klang umgeben wurden wir an unsere äußersten Sinne geleitet und wachten wie in Trance in einer neuen Welt auf.

Der Donnerstag war der riskanteste Tag des Gatherings, denn ich wusste nicht, wieviele Menschen einerseits zu meinem Queer-Performance-Workshop „Being Faebulous-Durch Mauern gehen“ und zur abendlichen No-Talent-Show kommen würden, obwohl beide Events auf Facebook öffentlich zur Vienna Pride angekündigt waren. Ich machte mir einige Gedanken zu diesem Workshop – und viel Inspiration bekam ich neben meiner eigenen Vergangenheit aus einer TV-Doku über das Leben von Barbra Streisand. Auch an ihr Talent wurde anfangs nicht geglaubt, aber sie ließ sich nicht unterkriegen und glaubte immer an sich und ihre „Andersartigkeit!“ – Der Mut gab ihr Recht. Sie wurde zum Star – einfach Faeb! Niemals aufgeben! – auch das wollte ich vermitteln. Andererseits war ich begeistert durch die Autobiographie von Marina Abramovic, der berühmtesten Performance-Künstlerin der Welt mit serbischen Wurzeln. Sie sagt, dass wahre Kunst und Performance nur dort entstehen kann, wo man Grenzen überschreitet, ein Bewusstsein schafft und seine Kreativität zu 100 % durchsetzen kann. Um es kurz zu machen, es wollte wieder nur ein Teilnehmer „faebulous“ sein – armes Wien! Erst nach zwei Stunden waren wir zu viert und schufen einen Catwalk für unseren gemeinsamen Auftritt am Abend. Wir hatten großen Spaß, denn wir probten „Vogue“ von Madonna und „Born This Way“ von Lady Gaga, und dieses Lebensgefühl wollten wir auch ausdrücken. Zur abendlichen No-Talent-Show kamen dann doch etwa 25 Leute und mir fiel ein Stein vom Herzen. Ich sah auch viele unbekannte Gesichter im Publikum. Das Wiener Publikum war zwar für Faerie Verhältnisse ziemlich ruhig und zurückhaltend, aber wie wir aus anschießenden Gesprächen vernahmen, hat es allen Anwesenden wirklich gefallen. Die Bühne wurde von den Rurtalern und der Self Sight Seeing Company prächtig und schillernd aufgebaut und Mama Pixie sang „Natural Boy“ wie ein Engel. Mir war vor allem ein Anliegen wichtig, einen anderen Gay Spirit nach Wien zu bringen, der sonst nie gezeigt wird, nämlich den im Sinne unseres schwulen Vaters Harry Hay, präsentiert durch einen Song von Charlie Murphy: Ein Spirit, der die Welt zu einem besseren Ort machen könnte. Mit „Vogue“ von Madonna starteten wir mit einem Catwalk die Show und mit „Born This Way“ beendeten wir sie fulminant nackte Beine schwingend um 22 Uhr, mit Rücksicht auf die Nachbarn, bevor sie sich noch mehr über unsere Lautstärke beschweren konnten. Wir waren schließlich in dem einzigen von der FPÖ geführten Bezirk Wiens zugegen, in Simmering und da wollten wir nicht allzu sehr provozieren. Aber diese hemmende Stimmung wirkte sich doch auf mein Gemüt auf, da ich erstmals eine Performance („Gorilla“ von Bruno Mars) unterbrechen musste, da ich fühlte, ich könnte mich nicht mehr authentisch in dieser unterdrückenden Atmosphäre ausdrücken. Aber das Publikum verstand das Problem – und dann war es auch für mich akzeptabel. Einige meinten danach sogar, ich sie so schön gewesen, ich hätte meine Weiblichkeit noch mehr unterstreichen können. Aber Äußerlichkeiten waren mir nicht wichtig. Ich war nur froh, dass die Show überhaupt stattfinden konnte mit ausreichend Publikum. Alle Mühe hatte sich gelohnt. Der Funke war übergesprungen – und diese Energie ist das Einzige, was zählt.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zur Vienna Pride und schlenderten durch die Rosengärten am Ring und zum Sissi Denkmal. Am Abend initiierte Tom eine Philosophie- Stunde über „Faeries und Ratio“ und sogar den Heart Circle holten wir nach, bevor wir die beeindruckende Doku über den Begründer der Radical Faeries Bewegung zeigten: “HOPE along the wind – The Life Of HARRY HAY!

Am Samstag sammelten sich einige zur Regenbogenparade und da diese mit eineinhalb stündiger Verspätung startete, wollten einige nicht mehr mit uns um den Ring marschieren. So blieb es wieder an uns 5 hängen. Die Rurtaler trugen das Gruppenschild und führten den Handwagen, den sie mit viel Eifer die letzten Tage gebaut hatten, Gizem trug das Bambi an seiner Brust, ich trug eine riesige Torte um den Bauch und Red Rose kam pompös in seinem neuen chinesischen Kleid daher. Er war besonders zu bewundern, da er aus dem Nachtdienst kam und trotz starker Schmerzmittel für die Beine die ganze Parade durchmarschierte. Er war ein Held für mich! Schade war nur, dass wieder einige Faeries zwar uns begrüßten, aber nicht mitmarschierten. Sie erlebten leider nicht mit wie unendlich die Leute an den Straßenrändern uns bejubelten und liebten – so immens wie noch nie! Soviel Liebe von wildfremden Menschen gibt wieder Kraft für ein Jahr und für die Zukunft, unsere Arbeit fortzusetzen. Die Menschen waren alle begeistert als sie unsere Botschaft am Schild sahen, das ich hochhielt: „For a FAEB (faebulous) World!“ Wer will das nicht – so hatte man den Eindruck! Ich wollte nicht die Negativbotschaften hochhalten, wie alle anderen, sondern FÜR etwas sein! Nach der Parade waren wir so ausgelaugt – aber happy! Am Abend trafen sich noch einige Feen im Cafe „Lazy Life“ und der Name dieses Lokals sollte irgendwie als Motto für mich über dieses Gathering stehen: Einigen, die fast das ganze Gathering dabei waren, fiel natürlich auf, dass die Unterstützung der anderen Austrian Faeries bei diesem Gathering nur sehr gering vorhanden war. Einige meinten, dass hier in Österreich die Mentalität sehr „lazy“ wäre. Ich konnte ihnen nicht widersprechen, aber trotzdem ich war sehr dankbar für die, welche tatsächlich erschienen waren, auch mit dem Flugzeug, denn sie hatten doch ein wunderbar entspanntes Gathering ohne Drama erlebt, auch wenn für einige es sich nicht wirklich wie ein Gathering angefühlt hat. Als wir am Sonntag am letzten Tag nach einem Brunch im Cafe Savoy einen sonnigen Spaziergang durch den Prater machten und eine kleine Abschlusszeremonie abhielten, brachten einige dies zum Ausdruck. Aber es kommt immer darauf an, mit welchen Erwartungen man an ein Gathering herangeht. Als wir am Teich beim legendären Konstantinhügel unsere Abschiedsgedanken in den Wald flüsterten, wusste ich noch nicht so genau, wie ich die ganze Woche resümieren sollte. Ich brauchte einige Wochen, um mir klar zu werden. Aber je länger ich darüber nachdachte, umso positiver erschien mir, was wir hier in Wien zustande gebracht haben. Auch wenn wir vielleicht nie wieder ein Gathering in dieser Form organisieren werden, jedenfalls nicht mehr parallel zu einer Vienna Pride, das einfach eine zu starke Konkurrenz war, so waren wir doch davon überzeugt, dass wir eine gute Zeit miteinander verbracht haben, auch wenn wir noch nicht alle perfekt waren, aber das wollten wir als positiv betrachten. Das allein Entscheidende war, dass es gegen alle inneren und äußeren Widerstände und Schweinehunde – auch ohne der erhofften, größeren Unterstützung, stattgefunden hat und dass es uns über viele Dinge klarer und wahrhaftiger gemacht hat. Wir konnten mit der Nicht-Feen Welt wie nie zuvor kommunizieren und haben Beschlüsse für die Zukunft gefasst und neue Faerie Energie für weitere Diskussionen, Heart Circles und sonstige Treffen gefasst. Wir wollen in Hinkunft mehr gemeinsam kochen, essen, reden und unser Projekt eines Faerie Sanctuaries weiter verfolgen, haben unsere erste Versammlung unseres Vereins zur Suche eines Heiligtums abgehalten und gingen alle in Harmonie auseinander. Als Organisatoren können wir uns zu Gute halten, dass wir zu 100 % unser Bestes in diesen Wochen gegeben haben. Mehr konnten wir neben der Arbeit nicht tun. Es war nur schade, dass nicht mehr Feen dieses einmalige Angebot in dieser traumhaften sonnigen Woche in diesem schönen Sonnenland angenommen haben. Aber das müssen sie sich mit sich selbst ausmachen. Wir waren dankbar, diese faebelhafte Woche miterlebt zu haben, denn sie hat gezeigt, dass alles möglich ist, wenn du nur auf dein Herz hörst und dass man es auch mit wenig Hilfe zu etwas bringen kann, wenn du nur an deinen Traum glaubst. I had a dream – und der hat sich erfüllt. We are not perfect – but who cares! Be just faeb to be glad. Cherish your dreams!

Interview für kreuz @ queer

Ich gab vor kurzem kreuz @ queer der evangelischen Kirche in Deutschland über die Radical Faeries, ein Interview. Mittlerweile sind die Faeries ja in vielen Teilen Amerikas, Europas, Austrialiens, Asiens sowie Israel vertreten.  Ich kam erstmals 2008 mit den Faeries in Berührung  und wirkte seit Beginn der Gruppe 2012 in Österreich bei den Radical Faeries Austria mitwirkt. Ich beantwortete für den Blog Fragen über Philosophie und Anliegen hinter der Faerie-Bewegung. Hier ist das Interview im Originalwortlaut unverändert abgedruckt. 
 
1) Wann und wo hat sich die Radical-Faeries-Bewegung gegründet, was sind ihre Hauptanliegen? Woher stammt der Name Radical Faeries?
 
Die Radical Faeries haben sich Ende der Siebziger Jahre aus der Gay-Liberation Bewegung an der Westküste der USA entwickelt. Der Name „Faeries“ kommen eigentlich von den mythischen Wort für Feen, wurde aber im englischen Sprachgebrauch auch als Schimpfwort für „Schwuchtel“ bezeichnet. Der Mitbegründer der ersten schwulen Interessengruppe der Welt überhaupt, der „Mattachine Society“, Harry Hay, hat erstmals den sich treffenden „Faerie Circles“ das Wort „Radical“ (von lat. radix „Wurzel“) hinzugefügt, als Zeichen dafür, dass wir uns sehr mit unseren Wurzeln und Vorfahren als LGBTI‘s auseinandersetzen und eine eigenständige, vom LGBTI-Mainstream unabhängige Einstellung haben. 
Unsere Hauptanliegen, wenn man es so bezeichnen will, sind, dass wir eine queere Gemeinschaft von Freunden bilden, wo du so genommen wirst und so sein und entfalten kannst, wie du bist, unabhängig vom Altersstufen, Geschlechter, Gestalt und Größe, Rassen und Nationalitäten, Berufe oder Religionen. Wir haben keine Religionen oder Dogmen, aber wir leben nach gemeinsamen Prinzipien, wie die Umarmung des Konsenses und der Vielfalt, Ablehnung von Hierarchien, Subjekt-Subjekt- Bewusstsein, Respekt voreinander und zur Natur. Wir suchen die Nachhaltigkeit und die Harmonie mit der Natur und betrachten uns als eine bewusste Weiterentwicklung des Gender-, Transgender oder No-Gender Lebens.
 
2) Du bist bei den Austrian Radical Faeries – seit wann gibt es euch und was macht euch aus? (Gibt es Besonderheiten in Österreich?) . Habt ihr Kontakt zu internationalen Faeries, zB. in Deutschland oder anderen angrenzenden Ländern?
 
Die Austrian Radical Faeries als eigener Stamm („tribe“) gibt es etwa seit 2012. Unsere Besonderheit ist, dass wir, anders als bei den Anfängen in den USA, von Anfang an sehr für nicht männlich definiterte Menschen und auch Heteros offen waren, und dass wir das Glück hatten, anfangs auch ein Sanctuary zur Verfügung zu haben, wo wir uns immer in der Natur treffen konnten. Einige von uns haben sehr intensive Kontakte zu internationalen Freunden und besuchen Gatherings im Ausland, andere bleiben lieber in Österreich, je nachdem wie es ihnen lieber ist. Bei den Treffen der Radical Faeries Austria kommen jedenfalls auch viele queere Menschen aus den angrenzenden Nachbarstaaten. Für diese wollen wir auch ein Anlaufpunkt sein, denn vor allem in den östlichen Ländern ist es schwierig für sie ähnlich denkende zu finden und sich in einem sicheren Rahmen zu treffen.
 
3) Es gibt Faerie-Namen – was hat es mit diesen Namen auf sich? Möchtest Du etwas über Deinen eigenen, Mata Hari, erzählen? Hast Du ihn selbst gewählt? Warum genau dieser?
 
Die Faerie-Namen sind als eine Ausdruck deiner neuen Identität zu sehen, als ein Geschenk, das du dir selbst gegeben hast, das nicht von Geburt aus vorbestimmt war. Diese Identität wird von allen Faeries weltweit anerkannt. Der Name Mata Hari verfolgte mich schon seit meiner Jugend, denn sie war immer für mich das Symbol von Kreativität und Geheimnis. Sie war wie ich eine geborene Tänzerin, einer Leidenschaft, die auch ich immer hatte, und sie musste, wie jeder von uns, immer zwei Leben miteinander vereinen, das deiner Träume, und das der Realität. Seit ich bei den Faeries bin, kann ich diese Leben erstmals miteinander vereinen. Letztendlich musste sie sterben, weil sie in ihrer Zeit nicht verstanden wurde. Ich hoffe, dass ich dieses Mal in meiner Zeit verstanden werde und die Menschheit dazu gelernt hat.
 
4) Bezüglich Gender – ursprünglich war es ja eine Bewegung schwuler Männer … Seit wann kommen Frauen zu den Faeries bzw. sind Teil davon? Was ist mit Trans* / Inter* Genderqueeren?
 
Wir müssen uns erinnern, in den Siebziger Jahren war Schwulsein noch strafbar und Gay-Aktivisten, die für diese Genderbefreiung gekämpft haben, wurden noch ins Gefängnis gesteckt. Männer mussten sich zuerst einmal selbst finden und ihre volle Sexualität erforschen und definieren. Das konnten sie zuerst nicht, wenn Frauen dabei waren, die ja ganz andere Anforderungen an sie stellten.  Daher wurden sie in Amerika zuerst eher nicht bei Faerie Circles zugelassen. Als dann auch die Einstellung der Frauen durch Feminismus freier gegenüber anderen sexuellen Orientierungen wurde und das gegenseitige Verständnis wuchs, öffneten sich auch die Faeries gegenüber Frauen, bzw. als Frauen geborene Menschen. Als die Bewegung Mitte der Neunziger nach Europa kam, war das schon kein Thema mehr. In Österreich sind wir sehr stolz darauf, dass die Frauen von Anfang an einen sehr wichtigen Teil beigetragen haben. Aber im Endeffekt sollte es auf die Geschlechteridentität nicht mehr ankommen, sondern nur mehr darauf wieviel jemand bereit ist beizutragen und Verantwortung zu übernehmen und wieviel Spaß du dabei hast. Das Pressen in irgendeine Geschlechterrollen ist bei den Faeries schon längst passe. Jede Art von Gender ist willkommen, denn wir betrachten jede Form von Geschlechtlichkeit als achtenswert. Sie alle tragen ein Geheimnis mit uns, das es zu schützen gilt. Jeder ist in seiner Art für uns „heilig“.      
 
5) Die Radical Faeries haben einen spirituellen Anspruch. Ist dieser an bestimmte Religionen gebunden? Was ist spirituell an euren Treffen (Wie lebt ihr Spiritualität?) Ist es wichtig für Dich als queerer Mensch auch spirituell zu sein? 
 
Keiner von uns fragt den anderen nach seiner Religionszugehörigkeit, obwohl einige z.B. gerne Buddhisten sind. Spirit ist bei uns vor allem kritisch über unser persönliches Leben und über die Gesellschaft, so wie wir sie erleben, nachzudenken, aber auch die Magie des Lebens zu erfahren. Dabei kommen wir automatisch zu unseren Wurzeln zurück, die wir in der Zivilisation – vor allem im Umgang mit der Natur, ja völlig aus den Augen verloren habe, Viele von uns bevorzugen eher vorreligiösen Rituale, wie sie über zehntausende Jahre bei den Naturvölkern gelebt wurden, oder bei den Native Americans noch immer gefeiert werden. Da gibt es keine Götter, die bestimmen wie du zu sein hast. Gerade deshalb sind unsere Treffen eigentlich sehr von Geist bestimmt, denn wir haben etwas gefunden, das auf unserem Innersten beruht, nämlich auf das Hören unseres Herzens und das Finden des Konsens mit unseren Freunden. Das erzeugt eine Geistexplosion, die so viel von unserem Unterbewusstsein freilegt, was gleichzeitig diese unbeschreibliche „Faerie-Energie“ erzeugt, Diese ist von Mitgefühl und Verständnis getragen. Wenn du es schaffst, diese deine queere Energie freizulegen, dann willst du gar nicht mehr davon loskommen, denn Spirit bedeutet nichts anderes als „Liebe“.
 
6) Sind die Radical Faeries nur was für spirituelle Menschen fernab von institutionalisierter Religion, oder kann ich als z.B. evangelische Christin ebenfalls mich den Faeries anschließen?
 
Aber natürlich, denn die Faeries sind ein Spiel- und Erprobungsfeld deiner humanen Gesinnung. Angenommen, auch wenn dir bisher Spirit total unwichtig war, durch den Kontakt mit Freunden erkennst du, was alles in dir steckt. Und es steckt definitiv viel in jedem Menschen, nur wird das in der heutigen Gesellschaft total vernachlässigt oder belächelt. Viele Faeries haben früher sehr wohl einen christlichen Lebensweg gelebt oder wurden dadurch sehr enttäuscht. Hier entdecken sie aber eine Welt, wo sie nach dem Herzen frei leben können, wenn sie es möchten und dafür zu 100% respektiert werden. Oder sie entdecken einen neuen innigeren Umgang mit Zärtlichkeit, wo man nicht auf seine Sexualität festgelegt wird. Das Ziel Verbundenheit herzustellen und eine Familie zu finden, das gibt es auch bei uns. Im Endeffekt will jeder Mensch irgendwann einmal ein neu geboren werden oder ein neues Leben anfangen, Altes abschütteln und eine freie Seele fühlen. Mit den Faeries kannst du das definitiv. Für jeden spirituellen Menschen ist die Begegnung mit Feen ein Erlebnis und wird irgendwie dein Leben bereichern. 
 
7) Radical Faeries verorten sich u.a. auch in feministischen und antikapitalistischen Diskursen und sozialen und ökologischen Bewegungen – wie viel Raum hat Politisches bei den Austrian Radical Faeries?
 
Ich denke die Bandbreite ist sehr groß. Einige sind gesellschaftspolitisch engagiert und setzen sich mit der Allgemeinpolitik und der Verbesserung der Welt als solcher auseinander. Andere wollen sich da total raushalten. Ich denke dass wir alle von unserer Umwelt, den Medien und der Gesellschaft so geprägt und manipuliert sind, dass wir einfach da dem ganzen Irrsinn eine gewisse Gegenwelt entgegensetzen wollen, um uns nicht völlig der Einheitsmeinung und den mächtigen Wirtschaftskonzernen auszuliefern, denen die Zukunft unserer Welt und unserer Kinder völlig egal zu sein scheint. Wenn wir alle dazu einen für uns möglichen kleinen Beitrag leisten, dann könnten wir die Welt noch retten. Ich habe jedenfalls noch nicht aufgegeben, für eine humanere Welt einzutreten und engagiert Verantwortung zu übernehmen, egal was Kritiker zynischerweise über uns sagen.
 
8) Wer darf zu euch kommen? Wie kann man euch erreichen? Wann gibt es ein Treffen? (bitte auch Kontaktdaten / Links / FB angeben)
 
Ich denke alle, die mit offenem, neugierigen Herzen durch die Welt gehen und ihr geschlechtliches Dasein hinterfragen, werden irgendwann einmal von uns hören und sich genauer informieren wollen, was diese Welt der „Faeries“ eigentlich bedeutet. Die sind bei uns auch gut aufgehoben.  Erreichen kann man uns auf allen möglichen Wegen, z.B. per Email: faerietreffen@hotmail.com, wo man sich auch für unseren monatlichen Newsletter anmelden kann, denn unsere privaten Treffen werden nicht über die Öffentlichkeit kommuniziert; oder über unsere Website: www.radicalfaeries.at. Wir haben auch eine eigene Facebook Gruppe für Austrian Faeries, wenn du schon mit jemand aus der Gruppe befreundet bist. Wir machen immer wieder Heart Circles im privaten Kreis oder in Cafes, um uns kennenzulernen. Es gibt auch größere internationale Gatherings, z.B. dieses Jahr 2017 im Juni in Wien, im August unser erstes in Transylvanien/Rumänien und im August 2018 am Hochkönig. Und es gibt ein Buch über uns, von mir verfasst und gedruckt, das erste Buch, das jemals außerhalb der USA über Faeries geschrieben wurde: Gunny Catell „Rise Like A Faerie“ 
   
9) Sonstiges? Fehlt was Wichtiges?
Da fällt mir jetzt das Wort des französischen Naturforschers Theodore Monod ein: „Wir haben alles versucht, nur nicht zu lieben“.

Report from the Waterlilies Gathering, Hungary, 2016

lilie

Personal statement: First of all, thank you so much that you expressed your will to gather with us in a new country! We all know about the political situation in some eastern countries and some of you also expressed their concern about the current LGBTIQ situation. But we all are healers and we want to enjoy ourselves around this magical lake. People will understand if they have the chance to know us better. We try to be pioneers and will spread the Faerie spirit! We are ONE tribe wherever we are, even in our diversity. We will be in a rather safe space in this campsite and in this town which lives of tourists (for them we are). We will have a wonderful gathering if we focus on our healing skills. We all have to have in mind this gathering is NOT a regular event and it is NOT a matter of course that it will happen again in Hungary. It also depends if it is accepted and appreciated by you and the Faeries in the neighbouring countries and if we and all participating Faeries and friends can feel your love and spirit in your physical presence.

Tents

How can I find words for something that I do not want to describe because it left me so harmonious and so beautiful. I wish all of you could make this experience yourself. It’s the first time ever that I don’t feel a bit exhausted after a gathering that I organized and that I don’t feel strange when I enter again civilisation. I could delve into another world I did not know before. I feel like woven into a cocoon of soft glittering wool and fairy dust, which went into my brain and through my blood. But in fact, it is a world of real elements, it is the world of water and colours in combination, a world of flowers and waterlilies and mud and I feel just peace in me. It is the first gathering where I have nearly been more inside than outside water or it at least feels like that. I felt like a Neptune baby after Sky waved me gently into the uterus of my mother. After having lost my fear of water I first became a dolphin and a whale and then a mermaid. I could hear real giant whales singing under the water after Geo has waved my floating body to his lungs. I could see and feel the power and spirit of the pinkest waterlilies who rise higher and more gaily forward out of the water than any other flower I ever saw before. I feel more like I spent a week in Hawaii than in an eastern European country. I still see so many colours in my mind and my spirit is so satisfied even though we only had one big heart circle. I felt like I have performed a new life as flowers although we had no Know Talent Show. I feel gratitude and I feel “that’s what friends are for” more than ever. I got to know wonderful new Faeries and Pixies whatever gender they are. I find no words to criticise anything because all was too much paradise for me. We had enough time to balance conflicts, to give the new ones time to find harmony again after overwhelming emotions and we all left as mutual friends. We spent most of the time in total green environment and muddy water, alt-ough it was an urban gathering. We ate great food and felt hospitality although we could hear that some tourists left the space after we – the giggling and each other touching “rats” – have entered the mud pool. But in the end we spread lots of healing Faerie energy to all the people around us and into the waterlilies channels. While floating each other in shimmering and muddy water all started to do the same. From the first moment amid my waterlilies I did not want to be anywhere else in the world. Floating with other Faeries in the most beautiful nature – what else can I wish for?

Mata Hari
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Heviz
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Das Gathering in Ungarn war super. Wir haben bewiesen, dass es auch im öffentlichen Raum möglich ist, wenn wir uns an die üblichen Gesellschaftsregeln halten und dass es sogar in einem autoritär geführten osteuropäischen Land möglich ist. Wir habe nun vor, nächstes Jahr erstmals ein Faerie Gathering in Rumänien zu organisieren, in Siebenbürgen: Das “Dracula-Gathering” bei Kronstadt, Transsilvanien, im August 2017
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The Gathering in Hungary was great. We have proved that it is possible even in public places, if we stick to the usual social rules and that it is possible even in an authoritarian Eastern European country. We now have plan to organize next year for the first time a Faerie Gathering in Romania, in Transylvania: The “Dracula Gathering” at Kronstadt in August 2017 (before or after the Global Gathering in Fatherstone)
Red Rose + Mata Hari
bran1

Rise Like A Faerie – Manifest für ein Umdenken – Autorenlesung

Wir lassen uns unsere Freiheit nicht wegnehmen!
am Montag, 27. Juni, 20 Uhr, Buchhandlung Löwenherz, Wien

 

Etwa eineinhalbstündige LESUNG von ausgewählten Texten, teilweise in Englisch, samt anschließender Diskussion mit dem Autor zum Buch:
„RISE LIKE A FAERIE. Freedom Love Respect. A Radical Faerie Trail. Manifest für ein Umdenken“.
Das Buch ist das erste Werk außerhalb den USA, das jemals über Radical Faeries geschrieben worden ist und natürlich auch in deutschen Sprachraum. Der Eintritt ist frei.

Der Autor Gunny Catell ist in der Radical Faerie Szene weltweit bekannt, nur in Austria ist er weiterhin ein Unbekannter, fuer die Buchhandlung Loewenherz macht er fuer diesen Abend eine Ausnahme.

Es ist ein radikal queerer Roman mit den unterschiedlichsten Texten, eine beruehrende Reise zum Anderssein oder besser <du selbst sein> wollen. Alles wird in diesem Buch in Frage gestellt, vor allem die traditionellen Geschlechterrollen, die Medienlandschaft, die Religionen, die queere Szene, der Mainstream, unser Umgang mit den Menschen am Rande der Gesellschaft: Das wollen viele nicht hoeren, aber doch muss es immer wieder angesprochen werden, sonst gibt es keine Weiterentwicklung auf diesem Planeten. Dieses Buch ist ein Aufschrei gegen jeden Rueckfall in Zeiten die wir nicht mehr wollen. Nichts in dieser anderen Welt ist erfunden, alles wurde wirklich erlebt. Und das macht das Buch so fesselnd und inspirierend.

Zum Buch: Die Radical Faeries sind eine bahnbrechende zukunftsweisende Bewegung, die mit der Gay Liberation Ära entstanden ist (und im deutschen Sprachraum nachwievor ignoriert wird). Seit 8 Jahren bereist der Autor die ganze Welt, um bei Gatherings der Radical Faeries teilzunehmen. Er hat nun den ersten Faerie-Roman in Europa über seine persönlichen Erfahrungen, Visionen und Bekenntnisse geschrieben. Sein Vorbild ist Mark Thompson’s „The Fire in Moonlight“. Er gibt damit tiefe Einblicke in ein faszinierendes Universum, das normalerweise nicht für die Außenwelt sichtbar ist. Er setzt sich in dem Buch aber auch kritisch mit dem Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt und ihrem geistigen Erbe auseinander. Es ist ein Plädoyer für mehr Freiheit. Liebe und Respekt. Neben diesen sehr persönlichen Texten, die etwa zwei Drittel des Buches ausmachen, bietet das Buch auch englische Beiträge von anderen Faeries und im letzten Drittel die Vielfalt und das Engagement der Faerie-Bewegung in Österreich, in Zentral- und Osteuropa.

Die Reaktionen der ersten Leser reichen von „tolles Buch, sehr beeindruckend und berührend – gut geschrieben, eindringlich, berauschend“ bis „unbeschreiblich“
„I’ve been reading Mata Hari’s amazing book „Rise like a faerie“ and am deeply touched by the very intense sharing of his life experiences in and outside faerie space deep from his heart and soul which I was able to feel very well between each single line. Thanks a lot for spreading your faerie energy into the world! A highly recommended book!“
„Manchmal finde ich das Buch so spannend, dass ich es gar nicht aus der Hand legen möchte.“
„Am besten fand ich wie du die Beziehung Mensch zur Natur beschrieben hast.“
„Die Umsetzung einer Idee in die Tat fand ich total überzeugend und nachvollziehbar.“

http://radicalfaeries.at/

 

History: Rettet das Sanctuary! Save the Sanctuary in Austria! Sorry, we could not …

Wir konnten es leider nicht retten, da es unerwartet an jemand anderen verkauft wurde. Aber hier seht ihr unsere Bemühungen. Wir suchen derzeit nach einem anderen Sanctuary außerhalb von Wien in der Grenzregion. Wenn ihr ein tolles Stück Land in der freien Natur mit einem kleinem Bauernhof wisst, das günstig erworben werden kann, schreibt uns bitte an: faerietreffen@hotmail.com, wir sind sehr daran interessiert:

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JUNE 2016:

„A week ago it seemed as if we had to say goodbye to our possible Sanctuary in Hadres, for-merly Els land forever, because there were others interested in this little paradise and someone else wanted to buy it and already the first deforestation of trees were carried out around the house. A farmer wanted to grind the land and degrade it into a part of his field. That all was certainly not in Els intention and she already knew why she was always so concerned about her land. Vienna’s Faerie community who heard of these actions was deeply sad. But now the tide has turned and Mother Earth has opened her doors widely in favour of the Radical Faeries for a moment. Because the first buyer has rescinded the purchase offer the land was offered now to the Radical Faeries for sale. All who heard about this opportunity, figuratively fell into their arms, so we were happy about these news, which sent us Doro yesterday.

Yes, all of us who sign this news – as representatives of the many others of you – want to save this land, so that this paradise can go to our final possession and thus indefinitely all of us can become a new home. The land will be open not only for Faeries, but for those who want to protect or visit this land or where there is a concern, this vision to pursue.

The heir (owner) of this land at the moment wants € 28,000 from us which is appropriate for this land, and also for us, if we stick together and support each other. A minimum deposit of € 5000, – will be handed over on Friday to a Trust Account, and a preliminary agreement will be completed, which is prepared now. This deposit will be contributed by some of the undersigned on Friday. We try to get some balance from a Faerie fund, which, inter alia, was created in California of Radical Faeries for the establishment of sanctuaries, and will be refunded in the next few years by us.

On 20th June we met at in the restaurant Marea Alta, Wien 6, Gumpendorferstraße, to speak about the process and to discuss further also legal possibilites for Friday.

It was decided that we have to create an association (VEREIN) like there is one in Folleterre to buy (and later to manage) the land. This legal frame is the only possibility to take away all the financial risks from the Faeries. At the moment we would like to call the VEREIN “OFFENES LAND” – “Open Land”.

In case we don’t get the balance from the fund in California we parallel also have to create a CROWDFUNDING now very quickly to get a lot of donators for the purchase of the land in the next 2 or 3 weeks. We try to clarify the details in the next few days with the Faeries in California and about crowdfunding with the Faeries in Austria, Germany and Central Europe.

In the unrealistic case that we cannot buy the land (for instance if we cannot get enough balance for the purchase – about € 23.000) we will send back all the money to the donators.

Everyone who likes to contribute with about € 120 per year for the purchase and later on for the keeping of the land is invited to attend to this new association (VEREIN) as a member. The details about the VEREIN will be finalized in the next days and there will be a constitutional setting in the next weeks.

We must and had to act quickly, because otherwise there will be nothing left of this land in a very short time. We do this not only for ourselves but for all of you and for many Faeries all over the world who have heard of this small Sanctuary in Austria and would like to visit it as a wonderful meeting-place. We do this also for those, who put a lot of time and vision, work and passion in this land and who want to make a fresh start here. We do not see so much as the keepers of this land that do not allow change, but as the protectors of nature, beauty, creativity, imagination, mind and soul both in ourselves, in others, our Faerie Family Community and this land.“

We’ll keep you up to date on all the developments of the next few days. Since we need our full energy for this project, we need to cancel the Vision Gatherette in Munich planned for this weekend. Some want instead visit the land in Hadres to get an image on the current state of Sanctuaries2b and continue to debate whether the establishment of an association for the purchase of the land is necessary and how this can be done in the next few weeks. The land is supposed to be open for every Faerie not only for those who were now offered for sale there.

Be part of Sanctuaries2b with your support! Be protector of this land and the people and animals on it! Let your visions come true. Transform!

We can do it and we will get there! Yes we can!

Doro, Freedom, Bobbie Joe, Rurtaler, Herrmann, Birgit, Red Rose and Mata Hari (for Radical Faeries Austria)

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PS: anyone who want support us right now please do so on current account of the Radical Faeries Austria

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If you want to make a DONATION for the purchase of a new Sanctuary – anOPEN LAND

Please transfer the amount of your choice to: Bank Name: 12000 Bank Austria Account Name: “Austrian Faeries”  IBAN: AT811200010001670073 BIC (swift code): BKAUATWW Reference, so that we know who the payment is from: “Purchase and/or Land, Faeriename and/or Actual Name”

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Questions? Please email: Faerietreffen@hotmail.com

Radiant Light ! Hommage to EL / Leo, Rise Like A Faerie + Die Feen von Hadres

Radiant Light

Donnerstag 28. April 2016: 20:30 – 23:30

Marea Alta, Gumpendorfer Straße 28, 1060 Vienna, Austria

Wir alle kannten sie / ihn, ein lebenslustiges leidenschaftliches intelligentes Wesen, wie es nicht viele in der Wiener LGBTI Szene gibt/gab. Wir alle haben ihr/ihm viel zu verdanken. So many became attached to her in the last years. Mit diesem Abend als Hommage in Memory of El können wir diesem strahlenden Licht einiges zurückgeben.

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Um 20:30 Uhr wird Mata Hari zuerst aus seinem Buch „RISE LIKE A FAERIE“ die bleibenden Momente aus seiner Zeit mit EL lesen (und auch neue Texte) und dann:

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we are proud to present for the first time ever in Marea Alta!

Mit EL als einer der HauptprotagonistInnen, wie sie/ihn so wohl wenige kannten: Ihr spirituelles Vermächtnis! Enjoooyyyyyy!

ab 21:30 Uhr: SYMBIOFAERIETAXIPLASM oder die Feen von Hadres

… ein experimenteller Dokumentarfilm über die Anfänge der Radical Faeries in Österreich ab 2012 – eine Befreiungsbewegung innerhalb der LGBTI- Bewegung, entstanden ursprünglich in den 1970er Jahren in San Francisco.